Magisterarbeit “Ökonomie von Blogs”: fertig!

Die Magisterarbeit zur Ökonomie von Blogs ist abgegeben. Diesen Blog habe ich ursprünglich gestartet, um für die Abschlussarbeit nicht nur einen theoretischen, sondern auch einen praktischen Bezug zu Blogs zu haben. Der erste Eintrag war dementsprechend das anfänglich noch sehr rudimentäre Kurz-Exposé.

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Rahmendaten

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- Titel: Ökonomie von Blogs
- Untertitel: Strategien und Nutzungen von Links, ein Blogökonomie-Modell
-Autorenschaft: Magisterarbeit von Stefan Mey (Xing), in Teilen gemeinsam verfasst mit Philipp Katzer
- Universität: Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, FU Berlin
- Gutachter: Prof. Klaus Beck (FU Berlin), Prof. Wolfgang Mühl-Benninghaus (HU Berlin)
- Umfang: 205 Seiten

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Konzept

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Theorieteil

Als theoretische Basis werden im ersten Teil alle wissenschaftlichen Informationen zu Blogs zusammengetragen sowie relevante medienökonomische Aspekte vorgestellt (Besonderheiten der Internet-Ökonomie, die Konzepte Geld- und Aufmerksamkeitsökonomie, Geschäfts- und Erlösmodelle bei Medien). Aus der Zusammenstellung von Blog- und Blogger-Typologien verschiedener Wissenschaftler wurde im April 2010 ein Vortrag auf der Re:publica , der größten deutschen Blogger-Konferenz.

Hauptteil

Das anfängliche Konzept für den Hauptteil hat sich stark verändert. Wir haben den theoretischen Fokus der Arbeit erweitert und Blogs nicht nur (klassisch) geldökonomisch betrachtet, sondern zusätzlich die Konzepte Aufmerksamkeits- und Linkökonomie hinzugezogen. Es hatte sich gezeigt, dass ein geldökonomischer Fokus alleine bei Blogs nicht weit führt.

Wir haben also einerseits Geld, anderseits Links als knappe Güter betrachtet, nach denen Blogger streben. Auf dieser Annahme aufbauend haben wir jeweils vier Strategien zur Gewinnung von Links herausgearbeitet und vier ökonomische Blogger-Typen, die für verschiedene Arten stehen, die Links zu nutzen (bzw. die Aufmerksamkeit, die durch sie entsteht).

Schluss

Im Diskussions-Kapitel habe ich schließlich ein Modell aufgestellt, das die Link-Strategien und die Blog-Typen zusammenbringt und somit einen umfassenderen ökonomischen Analyserahmen für Blogs aufstellt. Es ist ein Versuch, die Ansätze der Geldökonomie und der Aufmerksamkeits- und Linkökonomie zu verbinden. Das war bis dato noch nicht geschehen.

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Empirische Basis

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Als empirische Basis dienten zum einen die 100 Blogs, die sich in der Ausgabe 19/2010 der Deutschen Blogcharts befanden.

Zum anderen habe ich sechs Experten-Interviews geführt. Interviewpartner waren jeweils idealtypische Vertreter der vier ökonomischen Bloggertypen und zwei Experten für Blog-Links. Die Gespräche wurden teilweise zusätzlich als publizistisches Interview aufgearbeitet und hier veröffentlicht.

Die Interviewpartner:
Sascha Pallenberg von Netbooknews (Interview)
Markus Beckedahl von Netzpolitik (Interview)
Sarah Kroschel von Mondgras
Andreas Maurer vom 1und1-Blog
Jens Schröder von den Deutschen Blogcharts (Interview)
Frank Westphal von Rivva (Interview)

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Gliederung (grob)

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Einleitung

1 Blogs

1.1 Definition und Eigenschaften von Blogs
1.2 Blogger
1.3 Blogosphäre
1.4 Typologien
1.5 Publizistische Dimension von Blogs
1.6 Abbildungen der Blogosphäre
-> Blog-Rankings
-> Der Wandel des Link-Kosmos

2 Geldökonomische Aspekte von Blogs

2.1 Das Finanzierungsproblem von Medieninhalten im Internet
2.2 Geldökonomische Situation von Blogs in Deutschland
-> Erlösmodelle für Blogs
–> Erlösquelle Werbung
–>Erlösquelle Merchandise-Produkte
–>Erlösquelle Spende (Klassische Spenden/ Flattr und Kachingle)
2.3 Die Grenzen der Geldökonomie

3 Linkökonomische Aspekte von Blogs

3.1 Von der Geld- über die sogenannte Aufmerksamkeits- zur Linkökonomie
3.2 Aufmerksamkeitsökonomie
-> Die Aufmerksamkeitsökonomie nach Georg Franck
-> Die Verbindung von Aufmerksamkeit und Links
3.3 Linkökonomie
-> Die Linkökonomie nach Jeff Jarvis
-> Die Bedeutung von Links
3.4 Linkökonomie: Anwendung auf Blogs

4 Die empirische Basis der Arbeit

4.1 Analyse-Raster der Deutschen Blogcharts
4.2. Experteninterviews

5 Link-Strategien und Nutzungen von Links

5.1 Strategien zur Gewinnung von Links
-> Quantität
-> Qualität
-> Linkkauf
-> Vernetzung
-> Das Effizienz-Paradox: Direkte und indirekte Strategien
5.2 Nutzungen von Links
-> Direkte Monetarisierung (Beispiel Netbooknews)
-> Markenmarketing (Beispiel 1&1-Blog)
-> Selbstmarketing (Beispiel Netzpolitik)
-> Verbreitung von Ideen (Beispiel Mondgras)

6 Diskussion

6.1 Bausteine für das Konzept Linkökonomie
6.2 Die Effektivität und das Zusammenwirken von Link-Strategien
6.3 Beschreibung des Modells
6.4 Horizontale Muster (Strategien) und vertikale Muster (Nutzungen)
6.5 Diagonale Muster
6.6 Strategien und Nutzungen von Links – ein Blogökonomie-Modell
-> Kritik des Modells

7 Fazit

8 Literatur- und Abbildungs-Verzeichnis

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12 Responses to Magisterarbeit “Ökonomie von Blogs”: fertig!

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung!!!

    Für Deine zukünftigen Projekte wünsche ich Dir alles Gute und viel Erfolg,
    Jörg

  2. Stefan Mey says:

    Danke. Und dir viel Erfolg für deinen hoffnungsvollen neuen Fundraising-Blog :) (www.fundraising20.de)

  3. Moin Stefan,

    hab jetzt erst gesehen, dass Du abgegeben hast. Glückwunsch dazu!

    Das Ergebnis (also die Arbeit) würde mich nach der Bewertung auf jeden Fall auch interessieren. Ich selbst beschäftige mich ja in meiner Magisterarbeit (übrigens auch bei den FU-Publizisten) mit der Wissenschaftskommunikation in der Web2.0 Welt. Im besonderen geht es mir um die Folgen, die die Kommunikation von Wissenschaftlern und Wissenschaftsorganisationen im Netz auf den Wissenschaftsprozess und die Präsentation von Forschungsergebnissen hat. Stichworte sind hier Transparenz des Forschungsprozesses, Crowd Reviewing, Öffnung des Wissenschaftsprozesses (Open Science im Sinne von Open Innovation in der Wissenschaft) usw.

    Planst Du denn die Arbeit zu veröffentlichen?

    Wünsch Dir auf jeden Fall schon einmal viel Erfolg bei der Bewertung! ;-)

    Cheers,
    Matthias

    • Stefan Mey says:

      Hey Matthias,

      Klingt spannend. PR war allerdings an der FU nie so mein Ding, (Wissenschaftskommunikation gehört ja im weiteren Sinne auch dazu. Obwohl es natürlich schon einen Unterschied macht, ob man die Pressearbeit für ein Max-Planck-Institut oder einen Pharmakonzern macht). Allerdings klingt dein Thema so, wie du es beschreibst, doch ziemlich spannend und relevant. Bei wem schreibst du?

      Ich hatte ursprünglich unbedingt vor, die Arbeit in Printform zu veröffentlichen und würde das auch immer noch gerne machen. Mittlerweile habe ich aber mitbekommen, dass man, wenn man seine Uni-Abschlussarbeit veröffentlichen will, kaum an einem Zuschussverlag vorbeikommt, man also einem Verlag ziemlich viel Geld auf den Tisch legen muss, damit er einen überhaupt lektoriert und druckt.

      Wenn mir jemand da widersprechen kann und einen alternativen Tipp hat, gerne her damit :)

      Veröffentlichen werd ich die Arbeit auf jedem Fall. Immerhin hab ich ziemlich viel Zeit, Schweiß, Gehirnschmalz und Tränen hineingesteckt. Wenn nicht in Buchform, dann wenigstens (oh Gott, wie das klingt) auf meinem Blog.

      Wenn dich die Arbeit interessiert, kann ich dir gerne die PDF zuschicken. Schick mir einfach eine Mail, Adresse findest du hier: http://bit.ly/97qkFE

      Gutes Gelingen bei deiner Arbeit. Beste Grüße, Stefan

  4. Max Meindl says:

    Hallo Stefan,

    kannst Du mir deine Magisterarbeit mal an o.g. Adresse schicken? Finde das Thema superspannend und da ich selber Medienwissenschaften studiere, würde ich die Arbeit gerne mal lesen.

    Viele Grüße,
    Max

    • Stefan Mey says:

      Hey Max,

      Dein Interesse ehrt mich. Ich maile dir die PDF zu. Als Gegenleistung will ich dann aber ein qualifiziertes Feedback :)

  5. Bin gleich dreifach auf das Ergebnis gespannt – durfte ja selbst Rede und Antwort stehen, bin natürlich fachlich sehr interessiert und habe außerdem vor vielen Jahren (als es noch keine Blogs gab) auch mal in Lankwitz studiert. Klaus Beck war da noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei meiner Erstsemester-Einführungsveranstaltung dabei. :) Viel Erfolg!

    • Stefan Mey says:

      Lieber Andreas Maurer,

      Blogs gab es schon immer. Alles andere ist ein Gerücht :)

      Ich bin immer noch am Überlegen, was ich mit der Arbeit mache. Einfach eine PDF ins Internet zu stellen, verdammt das Ding wohl dazu, nicht gelesen zu werden. Und von einer einfachen Auflösung in html bin ich auch nicht überzeugt. In jedem Fall mail ich ihnen erst einmal die PDF zu.

      Und nochmals besten Dank dafür, dass Sie sich als Interviewpartner zur Verfügung gestellt haben.

      Es gibt relativ wenig gut gemachte Corporate Blogs, die es schaffen, in der Blogosphäre anzukommen, sprich auch von anderen Blogs verlinkt zu werden. Viele, gerade größere Firmen, schaffen es nicht, die beiden divergierenden Anforderungen der formalen Unternehmens-Kommunikation und der Blogosphären-Gepflogenheiten unter einen Hut zu bringen.

      Dem 1&1-Blog ist es gelungen. Insofern kann ich Ihnen und Ihrem Social-Media-Team wirklich zum Blog gratulieren.

      Guter Schaffen weiterhin,
      Stefan Mey

  6. Servus Stefan,

    ich arbeite an einer Ausarbeitung zur Ökonomie von Blogs. Gibt es deine Magisterarbeit mittlerweile irgend wo zum Download oder könntest du mir diese freundlicher weiße schicken?

    Gruß,
    Markus

    • Stefan Mey says:

      Hallo Markus,

      die Arbeit steht noch nicht im Netz. Ich schick sie dir zu. Halt mich auf dem Laufenden, was deine eigene Ausarbeitung zur Blog-Ökonomie angeht.

      Beste Grüße, Stefan

  7. Sylvia says:

    Hey Stefan,

    ich würde deine Arbeit gerne lesen. Gibt es da eine Chance, dass du sie mir zukommen lässt? Würde mich freuen.

    Gruß!

    • Stefan Mey says:

      Sorry für die späte Antwort. Ich bin mit meinem Blog von WordPress.com auf eine eigene Domain umgezogen und da ist dein Kommentar untergegangen.

      Ich überlege gerade, wie ich sie in Netz stelle, aber erstmal schicke ich sie dir zu.

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